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Ist Federball gleich Badminton?

Was ist Badminton?

Bestimmt hat jeder in seiner Kinderzeit schon einmal Federball gespielt. Das gemächliche Spiel mit dem gefiederten Ball auf der Wiese, im Hinterhof oder auf dem Bürgersteig. Als Sport betrieben ist das Federspiel alles andere als gemütlich - im Gegenteil: Badminton gehört zu den schnellsten Sportarten überhaupt.

Bei der sportlichen Version des Federballs erreicht das gefiederte Stück Kork Anfangs-Geschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern. Also nichts für Müßiggänger. Der Sport verlangt von seinem Spieler Explosivität und Reaktionsschnelligkeit.

Nach Angaben des deutschen Sportbundes schmettern sich in Deutschland bis zu zwei Millionen Menschen die nur acht Gramm schweren Federbälle um die Ohren. Entstanden ist das Spiel am Ende des 19. Jahrhunderts. Der englische Herzog von Beaufort führte das es auf dem feinen Landsitz ein, um seine Gäste zu unterhalten. Der Name stammt von dessen Gut: Badminton-House.

Effektiver als Tennis oder Squash

Gegenüber den anderen Rückschlagspielen, wie Tennis und Squash ist Badminton wesentlich trainingsintensiver. Selbst Ungeübte können durch die langsamen Flugeigenschaften des Balls diesen leichter erreichen als den Tennisball. Während beim Tennis ein weiter Ball schnell als verloren gegeben wird, kann beim Badminton auch ein weit entfernter Ball noch "ersprintet" werden. Durch das kleine Feld gibt es auch keine langen Pausen zwischen den Aufschlägen und dem Seitenwechsel. Dadurch ist die Spielzeit viel effektiver als beim Tennis. Während der Tennisspieler nur 20 bis 30 Prozent seiner Zeit zum Spielen ausnutzt, ist der Badminton-Spieler 50 bis 60 Prozent der Zeit aktiv. (Prof. Dr. R. Rost, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln). So kommt es schneller zu rasanten Ballwechseln und zum Erfolgserlebnis. Schließlich muss nach einer Niederlage sofort die Revanche her. Durch das geringe Gewicht von Schläger und Ball, sind auch das Verletzungsrisiko und die Überlastungsgefahr erheblich geringer als beim Squash oder Tennis.

Herz und Kreislauf auf Trab

Beim Badminton sind Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer gefragt. Die Beine sind ständig in Bewegung. Gute Spieler legen bis zu sechs Kilometer pro Match zurück und verbrennen dabei 600 Kalorien. Der Spieler muss schnell reagieren und sich immer wieder auf neue Spielsituationen einstellen. Vom explosiven Start zum schnellen Stopp - Sprünge, Dreh- und Streckbewegungen verlangen auch ein Höchstmaß an Konzentration ab.

Badminton nur mit gesundem Herzen

Durch diese explosiven, schnellen Bewegungen entstehen auch hohe Belastungen für das Herz-Kreislauf-System. Daher sollte bei bestehenden Herz-Kreislauf-Schädigungen oder Bluthochdruck vom Wettkampfspiel Badminton abgeraten werden.

Und so wird gespielt

Den Unterschied vom Federball zum Wettkampfspiel-Badminton stellen erst die Regeln her. Gespielt wird in der Halle. Dort findet man auch die rechteckigen Spielfeldmarkierungen von 6,10 Meter Breite und 13,40 Meter Länge. Das ist die wichtigste Vorraussetzung für ein regelgerechtes Spiel.

Wie im Tennis spielt man über ein Netz im Einzel (zu zweit) oder Doppel (zu viert). Das Netz darf nicht berührt werden. Es zählt das Rally-Point-System, was bedeutet das jeder Punkt sofort zählt. Wem es gelingt, den Ball so über das Netz zu schlagen, dass der Angreifer ihn nicht mehr ohne Bodenberührung zurück schlagen kann, punktet. Wer als Erster 21 Punkte erreicht, hat gewonnen.

Viele Tennis- oder Fitnessanlagen verfügen über Badmintonplätze. Wer Spaß an diesem spannenden "Fitnesstraining" hat und es öfter ausüben möchte, ist mit einem Vereins-Eintritt gut beraten. Gegen eine geringe Aufwandsentschädigung stehen einem, zu bestimmten Zeiten, zwei bis drei Mal in der Woche eine Halle, ein Schläger und Bälle zur Verfügung.

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